Bloggen

Blogartikel schreiben: 8 Schritte für großartige Ergebnisse

blogartikel_artikel
Dennis Schrader
verfasst von Dennis Schrader

Business ist ein Marathon, kein Sprint. Was Gary Vaynerchuck über Business im Allgemeinen sagt, trifft natürlich auch auf Bloggen zu. Und was heißt das auf deinen Blog bezogen?

Es geht nicht darum, einmal einen guten Artikel zu schreiben und sich dann erstmal zu erholen. Du musst regelmäßig gute Artikel veröffentlichen und Mehrwert für deine Leser bieten, damit du Erstleser zu treuen Email-Abonnenten machst.

Um das auf Dauer zu schaffen brauchst du eine Anleitung. Die folgenden 8 Schritte geben dir genau das:

1. Idee finden

Wenn du regelmäßig großartige Blogartikel schreiben willst, brauchst du regelmäßig gute Ideen. Soweit. So logisch.

Ich habe bereits einen ausführlichen Artikel geschrieben, wie du dich immer mit Themen versorgen kannst, die deine Leser auch interessieren.

  • Öffne nun ein leeres Word-Dokument
  • Füge deine Idee ein (mit allen Hinweisen und Links dazu)

2. Eine großartige Überschrift schreiben

Es gibt viele verschiedene Arten von Artikeln. Eine Grundstruktur sollte aber immer vorhanden sein. Am einfachsten und absolut ausreichend ist folgende Struktur:

  • Headline
  • Einleitung
  • Body
  • Fazit
  • Call to Action

Wir beschäftigen uns zuerst mit dem wichtigsten Teil deines Artikels. Wie es übrigens auch Vladislav Melnik vom Affenblog und Brian Clark von Copybloggerempfehlen.

Das bedeutet? Wir brauchen eine perfekte Überschrift. Sie muss den Leser sofort in den Bann ziehen.Legen wir los?

Finde eine verlockende Überschrift, die deinem Artikel gerecht wird!

Ich kann nicht betonen, wie wichtig deine Überschrift ist. Sie ist das, was der Leser als Erstes sieht. Auf dem Blog. Auf Facebook. Bei Google. Überall. Sie ist deine Eintrittskarte in die Aufmerksamkeit deines zukünftigen Lesers.

Du solltest es also nicht dem Zufall überlassen, ob sie ein Erfolg oder ein Flop wird. Orientiere dich an Headlines, die funktionieren. Hier ein paar Bespiele:

  • Wie du…“ – Wie du einen Artikel schreibst, der geteilt wird
  • Zahl + Lösungswege, um Ziel zu erreichen“ – 3 Schritte, wie du immer Ideen für Blog-Artikel hast
  • „Die Zahl besten Was der Leser erreichen will…“ – Die 10 besten deutschen Blogger

Die perfekte Überschrift muss nicht erst geschrieben werden. Schau dir an, wie die besten es machen. Eine super Methode, um Inspiration zu finden ist Buzzsumo. Dort findest du zu jedem Thema die meistgeteilten Inhalte der Welt. Ein Artikel der tausende Mal geteilt wurde hat sicher keine schlechte Überschrift, oder?

  • Schreibe nun deine Headline in dein Word-Dokument
  • Versehe sie mit dem H1-Tag

Beuge einem wichtigen Fehler vor!

Stell dir folgendes vor.

Der Leser liest deine Überschrift. Sie weckt sein Interesse, weil sie die Regeln für gute Überschriften erfüllt. Er klickt auf den Link und landet bei deinem Artikel. Und dann sieht alles so aus.

Der Autor des Artikels hat es nicht geschafft, darauf zu achten, dass sein Artikel auf den ersten Blick eine Struktur hat, die für den Leser leicht zu erfassen ist, der nämlich keine Lust hat, sich durch einen riesigen Textblock ohne Absätze, Punkt und Komma zu lesen. Das macht einfach keinen Spaß. Egal, ob der Artikel super wertvoll ist und gute Informationen liefert, erfährt er nicht mehr die Aufmerksamkeit, die er verdient. Schade, oder? Außerdem benutzt er weder fetten Text noch kursiven Text und seine Sätze sind unstrukturiert und vieeeeeel zu lang, sodass ein 8-Klässler es schon nicht mehr so leicht hätte, diesen hässlichen Klumpen an schwarzer Schrift zu lesen. Fast schon wie in der Zeitung!

Na, schon Kopfschmerzen?

Entwickle Unter-Überschriften, die deine Hauptidee ausführen

Die einfache Lösung: Gib deinem Artikel von Anfang an eine Struktur. Gib ihm Unter-Überschriften.

Das hat einige Vorteile:

  • Du hast eine Struktur, die du gleich nur noch mit Inhalt füllen musst
  • Die Unter-Überschriften leiten deinen Leser inhaltlich durch das Thema
  • Der Text wirkt aufgeräumter
  • Der Leser kann in Sekunden erkennen, worum es geht. Der letzte Punkt ist wichtig. Er ist der Grund warum die Unter-Überschriften richtig gutsein sollen.Notiere nun unter deine Überschrift deine Unterüberschriften (mindestens 3 solten es schon sein, je nach Thema.)
  • Versehe jede mit einem H2-Tag in Word

3. Recherche – Finde heraus, was es schon gibt

Bei der Recherche solltest du auf gewisse Inhalte achten, wenn du das Internet durchforstest:

Wir suchen:

  • Statistiken
  • Case Studies
  • Interessante Geschichten
  • Zitate
  • Autoritäten im Thema
  • Bilder

All das kannst du später nutzen um deinen Artikel mit autoritären Quellen und Inhalten aufzupeppen.

Beginne mit einer Google Suche:

  • Tippe dein Hauptkeyword in Google ein
  • Durchsuche die ersten 100 Ergebnisse
  • Schreibe alles interessante direkt in das Word Dokument unter die Unterüberschriften
  • Notiere immer die URL der Quelle für die spätere Verlinkung
  • Notiere deine eigenen Gedanken sofort, wenn sie kommen und kennzeichne sie als deine

Wenn du fertig bist, hast du wahrscheinlich eine total chaotische Word-Datei. Das ist total okay. Das soll so sein. Im nächsten Schritt geht es nun an den eigentlichen Text.

Bereit?

4. Entwurf – Halte deine Gedanken fest

Falls dir während der Recherche neue Ideen für die Struktur gekommen sind, dann ist jetzt der Zeitpunkt , deine Überschrift und Unter-Überschriften anzupassen.

Fülle die Unter-Überschriften mit Leben

Jetzt geht es los: Mission „Großartigen Blog-Artikel schreiben“!

Bevor du losschreibst, solltest du einige kurze Tipps beachten:

  • Gönn dir die Erlaubnis, schlecht zu schreiben
  • Korrigiere nicht im ersten Entwurf! Das Editing kommt später
  • Denke immer an deinen idealen Leser, wenn du schreibst

Nun nutzt du die Ergebnisse deiner Recherche und verwandelst sie in einen großartigen Artikel.

  • Wähle die Unter-Überschrift, die dir am Leichtesten fällt
  • Kopiere alle passenden Recherche-Infos unter die Unter-Überschrift
  • Formuliere einen großartigen Text, der tonnenweise Mehrwert liefert!
  • Fülle die Unter-Überschriften in beliebiger Reihenfolge
  • Konzentriere dich auf eine zur Zeit

So füllst du nach und nach alle Sektionen und ehe du dich versiehst, hast du einen fertigen Entwurf.

Moment… Etwas fehlt noch. Errätst du es? Die Einleitung ist noch nicht geschrieben. Die Einleitung ist der zweitwichtigste Part in deinem Artikel Warum die Einleitung der zweitwichtigste Part ist?

Ganz einfach – Einer Studie zufolge verlassen die meisten Leser eine Website oft innerhalb von 10-20 Sekunden.

Es sei denn: Sie erkennen innerhalb dieser Sekunden den Mehrwert deines Artikels

Deshalb ist neben den Überschriften die Einleitung so wichtig. Das erste, was der Leser sieht, wenn er deine großartige Überschrift überflogen hat.

Beginne deine Einleitung also mit:

  1. einer wahren aber überraschenden Statistik
  2. einer persönlichen Geschichte
  3. einer Metapher
  4. einem historischen Zusammenhang
  5. einem Zitat

Beende die Einleitung mit 1 oder 2 Sätzen über den Hauptinhalt deines Artikels. Zeig dem Leser, was er erwarten kann.

  • Schreibe eine großartige Einleitung

Call to Action – Was soll dein Leser nun tun?

Es ist wichtig, dass du deinem Leser am Ende des Artikels sagst, was er tun soll. Die Idee ist, hier Kommentare, Shares oder Email-Opt-Ins zu erreichen. In den meisten Fällen erreichst du das mit einer Frage. Lass die Frage so spezifisch und so interessant wie möglich sein.

Nutze das unbedingt, um eine Community aufzubauen. Du kannst aus Kommentaren viel lernen! Herzlichen Glückwunsch! Dein Entwurf ist fertig! Du hast einiges geschafft. Nun ist es Zeit, eine Pause einzulegen.

  • Gönne dir eine Mütze Schlaf, bevor du mit dem Editing beginnst

5. Editing – Mache deinen Artikel zu purem Mehrwert!

Nun hatte dein Artikel ein bisschen Zeit zum Ruhen und du hast hoffentlich einen freien Kopf. Dein erster Schritt im Editing ist, deinen Artikel nochmal gründlich zu lesen.

Aber nicht einfach lesen…

  • Drucke deinen Entwurf auf Papier (Optional)
  • Lies deinen Entwurf mit den Augen deines „perfekten Kunden“

So fallen dir vielleicht Text-Passagen auf, die deinen Leser vielleicht garnicht interessieren oder keinen echten Mehrwert bieten.  Mir fällt es auf Papier nochmal ein Stück einfacher, solche Fehler zu bemerken. Ich streiche sie dann gleich mit einem Textmarker an.

  • Stelle dir folgende Fragen und passe solange an, bis du alle mit „Ja“ beantworten kannst
  • Habe ich es mit dem Artikel auf den Punkt gebracht?
  • Habe ich mich auf EINEN Punkt konzentriert?
  • Ist der Artikel einzigartig genug?
  • Biete ich wirklich Mehrwert?

Nun kümmern wir uns um die Einleitung…

  • Sorge dafür, dass der erste Satz und der erste Absatz so relevant und interessant wie möglich sind
  • Entferne alles, was nicht sein muss und bringe die Idee auf ihren Kern!
  • Hast du dich zum Ende der Einleitung auf deinen Hauptpunkt bezogen?

Die Struktur steht? Mache es sprachlich einfach und bildlich!

  1. Nutze aktive Verben, die BEWEGEN! ;-)
  2. Stelle die Sätze um, um sie interessanter zu machen
  3. Tausche Adjektive gegen aussagekräftige Nomen
  4. Streiche alle unnötigen Wörter und Phrasen
  5. Vereinfache die Sätze, wo es geht. Checke deinen Flesch Reading Score. Neil Patel von Quicksprout empfiehlt hier einen Score zwischen 60 und 70.
  6. Mache eine Rechtschreibprüfung

Überschrift nochmals optimieren. Ja. Nochmal. ;-)

  1. Ist die Überschrift verlockend?
  2. Ist die Überschrift beschreibend?
  3. Versprichst du auch nichts, was du nicht hälst?

6. Feinschliff

Du hast einen guten Job gemacht bis hierher. Jetzt sind wir fast am Ziel eines großartigen Blog-Artikels. Das sind schon einige Stunden Arbeit, aber du willst ja auch rocken mit dem Ding, oder? ;-)

  • Mache die Absätze nicht länger als 3-4 Zeilen (Im Artikel auf der Website – nicht im WordPress Editor ;-))
  • Markiere wichtige Wörter fett
  • Markiere Zitate oder Fragen kursiv
  • Nutze Aufzählungszeichen (wie hier) und Nummerierungen
  • Setze passende Bilder in den Beitrag ein
  • Setze alle Links zu Quellen, weiterführenden Infos etc.

7. Veröffentlichen – Der letzte Check!

Der vorletzte Schritt zu einem erfolgreichen Blog-Artikel!

  • Checke, ob du alle Fragen mit „Ja“ beantworten kannst. Wenn nicht – optimiere
  • Hast du eine verführerische Überschrift?
  • Hast du eine Einleitung, die die Aufmerksamkeit hält und den Mehrwert zeigt
  • perfekte Formatierung
  • CTA am Ende?

8. Promote deinen Artikel

Der Artikel ist veröffentlicht. Was nun?

Du solltest dich nicht darauf verlassen, dass er von allein die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient. Deshalb erledige noch folgende letzten Schritte.

  • Schreibe allen Influencern, mit denen du in Kontakt stehst, dass du einen neuen Super-Artikel veröffentlicht hast
  • Schicke eine Mail an deine Abonnenten
  • Teile den Artikel auf Facebook, Twitter etc.
  • Kommentiere fleißig auf anderen Blogs und verlinke dabei direkt auf deinen Artikel

Fazit

Ein guter Blog-Artikel braucht einiges. Zeit. Konzentration. Fokus.

Ich möchte zeigen, dass du kein Experte sein musst, um Mehrwert zu liefern. Wir alle lernen nie aus und können immer Dinge besser machen.

Das sollte dich nicht davon abhalten, den nächsten Schritt zu gehen und neues zu probieren. Besonders mit deinem Blog.

Die 9 dümmsten Blogger-Fehler: Machst du sie auch?

lbn_optin

Kostenlos. Jederzeit abbestellbar.

Über den Autor

Dennis Schrader

Dennis Schrader

Hi ich bin Dennis. Ich bin auf LBN dafür zuständig, dich mit Mehrwert zu bombardieren und dir zu zeigen, wie du das auch mit deinen Lesern machen kannst. Leser sollen zu Fans werden! Schreib mir auf Twitter wie ich mich mache! Hier unten Rechts ist der Link. Keine Faulheit, bitte!

5 Kommentare

  • Hallo Dennis,
    interessanter Beitrag und ich möchte immer noch nach vielen Jahren im Blogging etwas lernen, wie man besser schreiben kann. In meinem Falle sind es oft CMS-Erfahrungsberichte und ich brauche da nichts versprechen. Es werden eigene Erfahrungen mit einem CMS beschreiben und ich schreibe meine Meinung dazu im Blogpost nieder.

    Ob man heutzutage einfach so irgendwelche Artikel in den Kommentaren bei anderen Bloggern verlinken kann, ist es so eine Sache. Wenn es mit dem Artikelthema nichts zu tun hat, dann wird man das nicht machen dürfen und ich kommentiere mehrmals die Woche bei anderen KollegInnen und Mitbloggern.

    Ich schreibe meine Beiträge immer im WordPress Editor, wobei die Browser Rechtschreibprüfung gilt und dann wird noch korrektur gelesen. Das sollte reichen.

    Dass die Überschriften sehr wichtig sind, weiss ich und ich versuche mich da gut anzustellen. Wenn es CMS-Berichte sind, dann ist es einfach und ich beschreibe einfach das, was den Leser im Beitrag erwarten wird. Zudem arbeite ich mit DropCaps und den Teil-Überschriften sowie den Shutterstock-Bildern, um Artikel aufzupeppen. Zahlreiche Screenshots werden ebenfalls eingebunden.

    Ich habe für dein Blog ein paar Verbesserungsvorschläge. Wie schaut es damit, den Kommentierern etwas Gutes zu tun? Man könnte Mail-Kommentar-Abo und letzte Kommentare in der Sidebar ermöglichen, denn die Leser sehen das nämlich. So macht man etwas Gutes und meine Stammleser gehen auch die letzten Kommentare durch, um ihr eigenes Feedback loszuwerden. Vielleicht wäre das mal eine Überlegung wert für dich 🙂

Schreibe einen Kommentar