Branding

Der falsche und der richtige Weg, Inhalte zu vermarkten

Dennis Schrader
verfasst von Dennis Schrader

Seitdem ich mich mit Marketing beschäftige geistert eine Frage in meinem Kopf rum. Eine, die mich nicht mehr loslässt. Es ist für mich schon fast so etwas wie eine Glaubensfrage.

Kann man schlechte Inhalte, Produkte oder Services gut aussehen lassen? Und wenn ja, sollte man es? Dieser Artikel ist keine Anleitung zu gutem Branding. Stattdessen teile ich meine Gedanken mit dir und ich habe eine ziemlich klare Handlungsaufforderung an dich…

Wie Werbung meistens funktioniert

Wenn wir Marketing mal auf Werbung reduzieren dann wird doch eines klar. Werbeagenturen suchen sich selten die Kunden mit den besten Produkten oder Services. Vielmehr nehmen sie die Aufträge, die sie bekommen und machen das beste draus.

Und ein Blick in jedes beliebige Kaufhausregal zeigt dir Produkte, die es womöglich nicht wert sind, dass man sie bewirbt. Stell dir mal  eingeschweißte Cheeseburger vor. Kennst du die Dinger?

Und jetzt schau dir einen Burger an, wie man ihn überall in Hamburg bekommt…

Kann man nun wirklich noch glaubwürdiges Marketing für das pappige Ding aus dem Kühlregal machen?

Dieses Extrembeispiel kann man genau so gut auf andere Produkte übertragen.

  • Online-Kurse
  • Ebooks
  • Dienstleistung als Maurer
  • oder einfache Blogartikel

Und hier kommt meine Frage auf: Wenn ich ein Business aufbauen will, auf das ich stolz bin – ist es dann das richtige etwas zu vermarkten, nur weil es vielleicht funktioniert anstatt das, was auch funktioniert, aber das beste ist, was ich liefern kann?

Willst du wirklich halbherzig abliefern?

Mein Traum ist, dass ich anderen Menschen dabei helfen kann, das zu tun, was sie lieben. Wenn Menschen tun, was sie lieben, dann sind sie nicht nur glücklicher, sondern können auch viel bessere Arbeit abliefern.

Hattest du schon mal solche 12-15 Stunden-Tage an denen sich nichts nach Arbeit angefühlt hat? Du warst erschöpft, und bist wie ein Stein ins Bett gefallen – aber mit einem Lächeln auf den Lippen? Der Moment, wenn du das Gefühl hast, du machst etwas Bedeutsames?

Ich weiß, das klingt alles ein wenig nach Wolke 7 – aber ich denke nicht, dass es „normal“ sein sollte, dass Arbeit diesen faden Beigeschmack hat. Arbeit sollte erfüllen. Und zwar dich selbst und die Bedürfnisse des Kunden. Beides so gut es geht.

Ganz konkret sehe ich folgende Probleme in halbherziger Arbeit:

  1. Es erfüllt weder dich noch deine Kunden
  2. Deine Erfolge sind nur kurzfristig
  3. Es macht mehr Spaß, das Beste herauszukitzeln
  4. Es ist einfach nicht das Richtige
  5. Es ist „leerer Gewinn“

Was ich mit „leerer Gewinn“ meine ist: Du hilfst nicht wirklich jemandem damit. Es reicht, um zu verkaufen aber es ist nicht das beste, was in dir steckt. Es würde niemanden stören, wenn dein Produkt morgen plötzlich weg vom Markt ist. Du machst Gewinne aber weißt nicht wirklich, wofür eigentlich.

Natürlich muss nicht jedes Produkt die Welt verändern. Aber ich denke der beste Weg um erfolgreich und happy zu werden ist, etwas von Bedeutung zu tun.

So, wie zum Beispiel Ben Paul es auf seinen Blogs erzählt und auch selbst tut. Und das ist nicht erreicht, wenn deine Mutter oder deine Freundin stolz auf dich sind. Du selbst musst es spüren und daran glauben.

Funktioniert es trotzdem?

Aber was, wenn du der Verlockung des einfachen Weges folgst und etwas postest, schreibst, verkaufst, was nicht deinen vollen Einsatz hatte – klappt es trotzdem?

Manchmal schon, glaube ich. Denn die Entscheidung, etwas zu kaufen hängt nicht direkt damit zusammen, wie viel Herz, Arbeit und Leidenschaft dort hineingeflossen ist. Es sind viele äußerliche Merkmale, ein starkes Branding und vieles mehr.

An diesen Dingen arbeiten wir alle ständig, oder?

Zum Beispiel:

Und es ist wichtig, diese Disziplinen zu beherrschen. Denn auch gute Produkte, Artikel, etc. werden sich nicht komplett von alleine verbreiten. Es wird einfacher sein – aber nicht ohne harte Arbeit auskommen.

Nur, weil es funktioniert…?

Ich stelle mir noch mehr Fragen:

  • Ist es nicht noch viel einfacher, gute Produkte, Artikel und Services zu vermarkten?
  • Macht es dabei nicht noch viel glücklicher, zu wissen, dass man sein Bestes gegeben hat?

Nur, weil es funktioniert, heißt es noch nicht, dass es der richtige Weg ist.

Egal, ob du bloggst, ein eigenes Produkt verkaufst, Online-Kurse anbietest oder Dienstleistungen. Wenn du erfolgreich sein und besser werden willst, kostet es harte Arbeit.

Und jeder kennt es. Die Anfangseuphorie reicht nicht, oder?

Bei jeder Diät, der neuen, tollen Gewohnheit morgens 30 Minuten zu joggen oder dem Plan, nur noch Wasser zu trinken.

Nach den ersten Tagen, Wochen oder spätestens Monaten kommt die harte Zeit. Und sich dann auf die Selbstdisziplin zu verlassen ist für die wenigsten ausreichend.

Und hier kommt dieses Feuer ins Spiel, was du entwickelst, wenn du wirklich etwas willst. Natürlich könntest du für ein paar Wochen oder Monate etwas verkaufen, was den Preis nicht wert ist. Aber was dann?

  • Deine Verkäufe werden weniger
  • Deine Reputation sinkt
  • Du verlierst das Vertrauen deiner Kunden
  • Die Käufer werden nicht wiederkommen

Du gewinnst vielleicht den Sprint – aber verlierst ganz sicher den Marathon. Und das Leben ist nun mal kein Sprint. Erfolg basiert auf konstant guten Leistungen. Nicht nur bis morgen oder übermorgen.

Mach dich selbst stolz

Also hier meine Herausforderung an dich: Sei nicht die zweitbeste Version deiner selbst. Versuche nicht immer nur den schnellsten, einfachsten Weg zu gehen. Denn der ist selten der Richtige.

Konzentriere dich stattdessen darauf immer dein Bestes zu geben. Das bedeutet manchmal vielleicht 80% wenn du einen blöden Tag hast.  Und es bedeutet auch, sich nicht in Perfektionismus zu verheddern.

Am Ende des Tages wirst du wissen, ob du zufrieden sein kannst, oder nicht.

Über den Autor

Dennis Schrader

Dennis Schrader

Hi ich bin Dennis. Ich bin auf LBN dafür zuständig, dich mit Mehrwert zu bombardieren und dir zu zeigen, wie du das auch mit deinen Lesern machen kannst. Leser sollen zu Fans werden! Schreib mir auf Twitter wie ich mich mache! Hier unten Rechts ist der Link. Keine Faulheit, bitte!

2 Kommentare

  • Hallo Dennis,
    Ich mag diesen Artikel. Denn auch auf meinem Blog auf dem ich hauptsächlich Produkte oder Shops vorstelle, geht es mir immer darum, Dinge vorzustellen, von denen ich selbst überzeugt bin. Deshalb schreibe ich auch nicht über Tütensuppen und Waschmittel, sondern suche immer nach schönen gleichzeitig aktuellen Dingen.
    Dann macht das Schreiben hundertmal mehr Spaß als ohnehin schon.

    Liebe Grüße von Katrin

  • Ich finde grundsätzlich hast du recht, allerdings ist das eine sehr idealistische Sicht der Dinge. Und die kann und will sich vielleicht auch nicht jeder leisten. Ich denke, das hängt auch sehr von den äußeren Umständen ab. Muss ich z.B. möglichst schnell Geld verdienen oder kann ich mein Business langsam aufbauen.

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