Design

In 5 Schritten zum vertrauenswürdigen Blogdesign

Mark Lingk
verfasst von Mark Lingk

Vertrauen ist wie eine Farbe. Verunreinigt man sie, wird es nie mehr dieselbe sein.

Ich möchte dir den riesigen Wert einer Vertrauensbasis von dir zu deinen Lesern vermitteln und dir anhand meiner 5 Tipps zeigen, wie du mit deinem Blogdesign Vertrauen schaffst.

Eine Vertrauensbasis musst du dir hart erarbeiten und gerade aus diesem Grund sollte dein Blogdesign authentisch die Inhalte deines Blogs unterstützen.

Wieso ist Vertrauen so wichtig?

Besonders beim Bloggen gibt es wohl keine Beziehung welche man so schwierig aufbauen kann wie die Vertrauensbasis. Vertrauen will erarbeitet sein und trennt eindeutig die Spreu vom Weizen 🙂

Durch das Vertrauen deiner Leser, bekommt dein Content und deine Informationen Gewicht. Man verlässt sich auf dein Wort und du wirst zur Autorität.

Egal in welcher Nische du bloggst – es wird viele Alternativen zu deinem Blog geben.

Doch was macht den Unterschied?

Wieso besuchen die Leser immer wieder gerne deinen Blog? Ganz einfach.

Sie vertrauen dir.

Bevor man einen Blog besucht, hat man meistens unterschwellig ein Ziel im Kopf – eine Intention. Manche deiner Leser suchen nach Informationen, manche nach Motivation und Inspiration und wieder andere einfach nach Entertainment.

Diese Erwartungen sollten sich in deinem Design wiederspiegeln. Wie genau du eine Erwartung in ein Design übersetzt, habe ich in meinem Artikel zum Design-Dreisatz genau beschrieben.

Egal aus welchem Grund der Leser deinen Blog besucht, er schenkt dir sein Vertrauen. Er ist sich sicher, bei deinem Blog fündig zu werden.

Wenn du noch keine Vertrauensbasis zu deinen Lesern aufgebaut hast, oder das Vertrauen zu deinen Lesern noch ausbauen willst. Zeig ich dir, wie du allein durch dein Design vertrauensvoll wirkst und schon auf den ersten Eindruck überzeugst.

1. Bleib dir treu – ohne Ausnahme

Besonders im Design ist es wichtig eine klare Linie zu verfolgen. Beim Blogdesign gibt es kein richtig und kein falsch, das ist das Schöne am Design – doch es macht die ganze Angelegenheit besonders für Anfänger schwierig.

visuelle_richtlinie

Mein Tipp für dich: Beschränke dich auf bestimmte Grafikelemente (gleichbleibende Farben, Schriften und Formen) und halte dich daran.

Deine Blogfarben sind zum Beispiel wie deine Kleidung.  Sie geben deinem Blog ein individuelles Erscheinungsbild und eine persönliche Note.

Und auch, wenn du deine Kleidungen wechselst (auf dem Blog wären das dann z.B. Artikelbilder ), bleibst du deiner visuellen Linie treu.

Oder bist du einer von denen, die Sandalen mit Socken tragen? 😀

Nicht anders ist es mit sämtlichen grafischen Elementen. Es muss einfach passen.

Verfolge eine visuelle klare Richtlinie und lass dich nicht davon abbringen.

Ich kenn es selbst – man sieht andere Blogdesigns, man findet sie gut und neigt dazu, seine eigenen Entscheidungen zu stark in Frage zu stellen. Daran ist auch soweit nichts verkehrt (im gesunden Maße). Sei ehrlich zu dir selbst.

[bctt tweet=“Verhalte dich beim Blog-Design nicht wie eine Fahne im Wind.“]

Wenn du einen Blog kennst, der dir richtig gut gefällt – lass dich inspirieren.

Versuche positive Schlüsse aus anderen Blogdesigns zu ziehen und diese in deinem eigenen Look zu adaptieren, nicht jedoch eins zu eins abzukupfern.

Dein Blog soll Vertrauen schaffen durch einen eigenständigen Wiedererkennungswert, nicht als Sammelsurium für gemischte, fremde Blogdesigns abgestempelt werden.

2. Zeig dich deinen Lesern – anonym war Gestern

Wer mit Vorliebe anonym durchs Leben geht, hat im Web wohl keine Probleme dies ungestört zu tun. Doch genau das macht den Unterschied.

vertrauen_blogdesign

Als Blogautor hast du in gewisser Weise eine beratende Funktion, du teilst Informationen oder Daten, welche von deiner Leserschaft aufgenommen wird.

Damit deine Informationen Gewicht bekommen und du als vertrauensvolle Quelle gesehen wirst, solltest du dich deinen Lesern vorstellen und ihnen die Chance geben, dich kennen zu lernen.

Dennis und ich möchten dir bei LBN ab dem ersten „Klick“ die Chance einräumen, uns zu Gesicht zu bekommen und dir einen persönlichen ersten Eindruck von uns zu machen.

Gib deinen Lesern die gleiche Chance – es gibt keinen Grund dich zu verstecken.

Besonders geeignet für dein Foto und dein Profil ist eine Extra-Seite, wo du dich deinen Lesern vorstellst. Oder alternativ der Footer für ein Kurzprofil von dir.

3. Form folgt Funktion – gönne deinem Design Freiraum

[bctt tweet=“Du musst deinen Blog als virtuelles Wohnzimmer sehen.“]

Wahrscheinlich hat jedes Möbelstück deines Wohnzimmers in irgendeiner Weise eine Funktion. Du würdest nicht ohne Sinn ein weiteres Regal an die Wand schrauben oder einfach ein zweites Sofa kaufen, nur weil die Farbe so gut zu deinem Teppich passt.

So solltest du auch bei deinem Blog-Design denken.

Verzichte auf Elemente ohne Nutzen.

Sorg dafür, dass dein virtuelles Wohnzimmer keine Möbel hat, welche nur Platz vergeuden ohne einen Nutzen zu gewährleisten.

Spiel mit dem Weißraum deiner Seite und gönne deinem Blog ein wenig Freiraum um die Aufmerksamkeit auf die wichtigen Elemente zu lenken.

Wenn dein Blog überladen wirkt und du dir eingestehst, dass dein Content zwischen den ganzen Elementen untergeht, nehme dir die Zeit und verpasse deinen Blog einen Frühjahrsputz – deine Leser werden es dir danken.

4. Design und Content müssen harmonieren

Damit dein Design auch wirklich Vertrauen aufbauen kann, muss es zu deinen Inhalten passen. Wenn du also einen Blog über Beruhigungstees & natürliche Schlafmittel betreibst, rate ich dir davon ab dein Blogdesign in knalligen Bonbonfarben zu gestalten.

So würdest du visuell eine ganz andere Aussage zu kommunizieren.

Es ist wichtig, dass sich dein Blogthema und deine inhaltlichen Aussagen auch im Design wiederfinden. Nur wenn Blogdesign und Bloginhalt authentisch zueinander passen, schafft es Vertrauen.

Mach dir bewusst, welchen Zweck du mit deinem Blog verfolgst – möchtest du:

  • Informieren
    Dann solltest du deinen Informationen nicht im Weg stehen und eine schlichte Farbgebung bevorzugen.
  • Inspirieren
    Dann solltest du von zu dunklen schwer wirkenden Farben Abstand nehmen und Farben wählen welche als Positiv wahrgenommen werden und Optimismus kommunizieren.
  • Motivieren
    Dann solltest du auf kräftige Farben und eine dynamische Bildsprache setzen.
  • Entertainen
    Dann bist du bezüglich deiner Farbwahl relativ uneingeschränkt. Hier hilft ein Blick auf die Zielgruppe. Mit welchen Farben kommen deine Leser in Berührung?

Sobald du dir den Zweck deines Blogs vor Augen führst, kannst du zielstrebig deine grafischen Entscheidungen treffen.

Natürlich sind die Grenzen manchmal fließend. Wer inspirieren will, kann gleichzeitig auch informieren. Du musst dich nicht auf einen Bereich versteifen, solltest aber trotzdem den einen Hauptzweck immer im Blick haben.

Es gilt ein Gefühl zu entwickeln – wie das Blog-Design deinen Content unterstützen kann. [bctt tweet=“Design und Content sollen am selben Strang ziehen.“]

Optimale Harmonie zwischen Optik und Inhalt sind daher der Schlüssel für ein Design, welches Vertrauen gewinnt.

5. Dein Blog braucht Wiedererkennungswert!

merkmal_blogdesign

Genau wie du über einen individuellen Redestil verfügst, solltest du auch beim Design eine individuelle Besonderheit wählen, welche dein Blogdesign besonders macht.

Woran denkst du, wenn du eine Lila Kuh auf einer Wiese im Fernsehen siehst?

wiedererkennungswert

Richtig, an die Milka Schokolade.

Da wollen wir für dich auch hin. [bctt tweet=“Such dir deine Lila Kuh – dein einzigartiges Element für dein Design.“] Dein Alleinstellungsmerkmal.

Wenn du es schaffst, durch deine visuelle Einzigartigkeit erkannt zu werden, steigt automatisch dein Wiedererkennungswert – das wiederum stärkt die „Marke“ deines Blogs und schafft Vertrauen.

[bctt tweet=“Starke Marken erzeugen Vertrauen. „]

Vertrauen zu gewinnen ist keine Hexerei, es ist wie im echten Leben – wenn du dir treu bleibst, Authentizität widerspiegelst und als eine positive Erscheinung wahrgenommen wirst, bist du auf einem guten Weg Vertrauen aufzubauen.

Es ist sehr wichtig am Ball zu bleiben – wechsel nicht jedes mal den Kurs, sobald du etwas Gegenwind oder Unzufriedenheit verspürst. Aber dafür musst solltest du dich mit deinem Design wohlfühlen.

Bevor du etwas kontinuierlich verfolgst, musst du dich damit anfreunden. Nur so kannst du hinter deinen Entscheidungen stehen.

[bctt tweet=“Dein Blog-Design muss nicht perfekt sein. Das erwartet keiner.“]

Viel wichtiger ist, dass du deine Designentscheidungen gut durchdenkst. Blogdesign ist garnicht so kompliziert wie du denkst.

Lass deiner Kreativität freien Lauf und betrachte deinen Blog als Teil deiner eigenen Leserschaft.

Genau wie jedes Element auf deinem Blog eine Funktion haben soll, muss auch dein Blogdesign insgesamt eine Funktion haben.

Beim Bloggen ist es die Aufgabe des Designs, den Content in einer (für den Betrachter) angenehmen Form zu präsentieren und Emotionen zu wecken.

Denn bevor du Vertrauen aufbauen kannst, musst du erstmal die Aufmerksamkeit deiner Leser gewinnen.

Mit diesen 5 Action-Steps, kannst du direkt loslegen – dein Blogdesign zu überdenken:

  • Suche dir eine passende Farbgebung für deinen Blog
  • Beschränke dich auf eine klare Bildsprache
  • Schaffe mehr Weißraum – gib deinem Blogdesign Platz zum Atmen.
  • Such dir ein Alleinstellungsmerkmal – eine Besonderheit deines Blogdesign.
  • Achte auf Kontinuität – und bleib deinem Blogdesign treu.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen – jetzt liegt es an dir das Vertrauen deiner Leser zu gewinnen. 🙂

Wenn dir der Artikel gefallen hat, freue ich mich, wenn du ihn teilst. 😉

Über dein Feedback freue ich mich ebenfalls,

Mark

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Über den Autor

Mark Lingk

Mark Lingk

Hey, ich bin Mark. Grafik & Screendesigner aus Hamburg und Mitgründer von Letsblognow. Ich bin zuständig für den Grafischen Bereich und zeige euch, wie ihr auch als Anfänger ein schönes Blogdesign erstellen könnt und worauf es wirklich ankommt beim Design.

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