Mindset

Was ist Content Marketing?

Content Marketing
Dennis Schrader
verfasst von Dennis Schrader

Manche Wörter werden so oft und für so viele verschiedene Dinge benutzt, dass man vergisst, was sie bedeuten.

Wie oft hast du im letzten Jahr das Wort Content Marketing gehört? Es ist die Zukunft, es ist der letzte Schrei im Marketing und wird auch die nächsten Jahre noch stärker.

Solche Dinge hört man.

In diesem Artikel möchte ich einerseits der Blogparade von Robert Weller auf Toushenne.de folgen und dir erzählen, was Content Marketing für mich ist.

Wie wurde früher Marketing gemacht

Um zu verstehen, welche Bedeutung Content Marketing hat, muss man erstmal ein wenig zurückschauen. Erinnerst du dich noch an die Zeit, wo es kein Internet gab?

Ich weiß, ich auch nicht.

Aber wir wissen, wie damals Werbung gemacht wurde, oder?

Direkt-Mailings per Post, TV- und Radiowerbung und natürlich Plakate, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Was haben all diese Maßnahmen gemeinsam? Sie gehen nur in eine Richtung. Es ist eine einseitige Frontal-Beschallung von Unternehmen zu Kunden. Und es hat funktioniert.

Damals gab es noch kein Netflix. Die Werbung war Teil des Fernsehens und die Leute haben sie gesehen. Die Aufmerksamkeit war da.

Genau dasselbe mit Radio. Die Werbung gibt es heute immer noch und Radiowerbung überspringen geht auch nicht. Aber mal im Ernst – wie oft hörst du bewusst Radio?

Genau, ich auch nicht.

Muss ich noch über Plakate reden?

Die Message ist klar. Diese Art Marketing hat damals funktioniert. Weil die Aufmerksamkeit da war. In Zeiten von Smartphones guckt keiner mehr auf die Plakate, am Straßenrand, sondern mit Glück gerade mal auf die Straße.

Warum Content zu Marketing wurde?

Machen wir mal einen Sprung nach 2015. Die Welt ist eine komplett andere. Heute kauft man nicht, weil man wochenlang im TV mit der Werbung genervt wurde. Oder weil man beim Autofahren immer wieder diese Nutella-Poster gesehen hat.

Die Möglichkeiten von Preisvergleichen, E-Commerce und der gigantischen Konkurrenz, die dank des Internets aus dem Boden schießt, machen es wichtig, auf die Kunden zuzugehen.

Das Web 2.0 ist genau das. Kommunikation findet nicht länger in eine Richtung statt. Nun haben die Kunden selbst auch eine Stimme. Und das ist eine gefährliche Stimme, wenn man ein Unternehmen ist.

Nichts ist schlimmer als eine negative Bewertung bei Amazon, im AppStore oder einfach auf die Facebookseite des Unternehmens.

Die Machtverhältnisse haben sich klar gewandelt.

Man muss keine Werbung mehr erdulden, wenn man nicht will. Fernsehen wird vorgespult oder gleich Netflix genutzt.

Apps oder Webseiten mit zuviel Werbung werden erst gar nicht genutzt. Schließlich gibt es immer eine Alternative. Und auch Unternehmen, die auf Social Media zu viel Werbung machen, werden dafür hart abgestraft indem sie einfach keinen Erfolg haben.

„Ist also doch nicht sinnvoll dieses Facebook”, höre ich es schon fast. 😉

Und da ist genau der Kern des Problems.

Besonders die alten, großen Unternehmen haben das. Die Konzerne. Sie haben oft noch nicht wirklich durchdrungen, dass Werbung heute nicht mehr das gleiche ist.

Es reicht nicht mehr solange zu nerven, bis es klappt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Werbung muss nun einen Mehrwert haben. Mindestens lustig sein, aber am besten auch hilfreich.

Hier kommt der Content ins Spiel

Wo es früher hieß: “Kaufe einen Oreo und du bekommst zwei!”, heißt es heute “10 einfache Rezepte, wie du aus Oreos super leckere Torten backen kannst!”. Und das ganze dann als Text, als Video auf Facebook und Youtube und natürlich als Bild bei Instagram.

Erkennst du den Unterschied? Gary Vaynerchuck bringt es mit seinem Buch auf den Punkt. Jab, Jab, Jab, Right Hook.

Geben, Geben, Geben, Nehmen. Die Kunden haben die Macht, sich für den Mitbewerber zu entscheiden. Und deshalb geht es um Vertrauen.

Mehr denn je. Um eine Bindung, die man zum Käufer eingeht. Dadurch, dass man sich Mühe macht. Authentische Mühe. Man muss sich kümmern.

Was bedeutet Content Marketing für mich?

Content Marketing ist für mich eine Art, das Marketing umzusetzen. Es ist nicht nur Teil des Inbound-Marketing. Viel mehr ist es der Kern davon.

[bctt tweet=“Alles basiert darauf, dem Kunden Mehrwert zu liefern. „]Und egal, wie und auf welcher Plattform man das tut – es ist immer über Content. großartige Blogartikel, tolle Infografiken, schöne Bilder, Videos, Podcasts…

Content Marketing ist für mich die Kunst, auf der richtigen Plattform im richtigen Kontext seine Zielgruppe anzusprechen. Und dort einen Mehrwert zu liefern, der den Kunden schon fast ein Schuldgefühl gibt, wenn sie danach nicht kaufen.

Was braucht man, um gutes Content Marketing zu machen?

Um so eine Art Marketing zu betreiben, reicht es nicht, einfach  zu wissen wer die Kunden sind. Zielgruppen-Kenntnis ist natürlich feste Voraussetzung. Aber es braucht mehr denn je auch Fantasie und echtes Interesse.

Interesse am Kunden. Es muss eine Nähe da sein, die es möglich macht, authentisch helfen zu wollen. Ich glaube Menschen haben ein feines Näschen. Sie merken es schnell, wenn man nur so tut, als sei man interessiert.

Das ist unsympathisch.

Und die zweite wichtige Voraussetzung sind Vertrauen und Geduld.

Ergebnisse werden nicht von heute auf morgen kommen, wie es vielleicht bei Werbeanzeigen war. Vertrauen wird über Wochen, Monate und Jahre aufgebaut.

Und irgendwann wird sich das Vertrauen auszahlen. Vor allem in Social Media (organisch) fragen viele immer nach dem konkreten RO (Return on Invest) von Social Media Kanälen.

Für mich ist es nur ein Kanal, um Mehrwert zu bieten. Verkäufe werden von alleine kommen.

Das waren meine 2 cents zum Thema Content Marketing. Ich freue mich auf kritische Diskussionen in den Kommentaren also lass mich wissen, was für dich Content Marketing ist.

Auf toushenne findest du eine Übersicht der weiteren Teilnehmer an der Blogparade.

Howdie,
Dennis

 

Die 9 dümmsten Blogger-Fehler: Machst du sie auch?

lbn_optin

Kostenlos. Jederzeit abbestellbar.

Über den Autor

Dennis Schrader

Dennis Schrader

Hi ich bin Dennis. Ich bin auf LBN dafür zuständig, dich mit Mehrwert zu bombardieren und dir zu zeigen, wie du das auch mit deinen Lesern machen kannst. Leser sollen zu Fans werden! Schreib mir auf Twitter wie ich mich mache! Hier unten Rechts ist der Link. Keine Faulheit, bitte!

Schreibe einen Kommentar