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5 Signale, die entscheiden ob Besucher deiner Website vertrauen

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Dennis Schrader
verfasst von Dennis Schrader

In dieser Sekunde sendet deine Website einen Haufen Signale. Sie sendet immer Signale. Ob du willst oder nicht. Manche dieser Signale sagen „professionell!“ während andere vielleicht eher „unseriös“ oder „billig“ schreien.

Du kannst dich darüber wundern oder ärgern, wie Besucher auf deine Website reagieren. Oder du übernimmst die Verantwortung über die Signale, die deine Website sendet. Denn sie liegen in deiner Hand.

Was wir dir hier präsentieren sind die Faktoren, die bestimmen, ob neue Besucher dir und deiner Website instinktiv vertrauen, oder von Anfang an an deiner Glaubwürdigkeit zweifeln. Unsere Aufzählung basiert auf einer Stanford-Studie, jahrelanger Berufserfahrung im Grafikdesign und einer eigenen Umfrage innerhalb einer gut besuchten Facebook-Gruppe.

1. Design

Das Design ist das erste Signal, was dein Besucher bewertet. Sobald er auf die Website kommt, stellt er sich (oft unbewusst) verschiedene Fragen wie:

  • Sieht es so aus, wie ich es erwartet habe? 
  • Sieht es professionell aus? (Oder verspielt, wenn das zum Inhalt passt?)
  • Bin ich erschlagen vom Design?
  • Sieht es eigentlich gut aus?

Die folgenden 3 Punkte sorgen dafür, dass du auf die wichtigsten Design-Faktoren achtest.

Passend zur Erwartung der Besucher

Stell dir folgende Frage:

[bctt tweet=“Was erwartet ein Besucher, wenn er eine Website wie meine besucht?“]

Entgegen dem, was du vielleicht intuitiv denkst, ist es keine gute Idee, zu sehr zu überraschen. Menschen haben eine klare Vorstellung, wie ein Foodblog oder ein Online-Shop auszusehen hat. Orientiere dich also zumindest grob an den Erwartungen, die deine Kategorie und dein Thema an dich stellen.

Wie du dich dann unterscheidest, darauf gehen wir noch ein. Für den Moment ist entscheidend, dass du nicht so früh schon deine Chance auf Vertrauen verspielst, indem du fancy und innovativ sein willst.

Schlank und clean

Wir haben es in unseren Blog-Review Videos immer „schlean“ genannt.

Es bedeutet im Grunde folgendes: Finden Besucher sich einfach in Sekunden zurecht oder sind sie von den vielen Signalen erschlagen? Wir sagen bewusst „Signale“, weil es nicht nur Menüpunkte oder Überschriften sind, die nach Aufmerksamkeit schreien. Auch Farben und Bilder tun es.

Eine gute Richtlinie ist folgender Gedanke:

„Gib dem Besucher so wenige Signale wie möglich und so viele wie nötig, um dahin zu steuern, wo er sein soll und sein will.“

Der häufigste Fehler, den wir beobachtet haben ist eine zu volle Menüleiste. Und dieser Fehler repräsentiert exakt das Problem: Wenn du alles fokussierst, fokussierst du nichts. Das schwächt jeden einzelnen der Menüpunkte.

Die Menüleiste und die Sidebar bieten Platz für Orientierungsmöglichkeiten für Besucher. Das wichtigste daran ist die klare Logik und die Einfachheit. Und verwechsle nicht dein Empfinden von Logik mit der der meisten anderen Menschen.

Du weißt, was sich hinter allem verbirgt und wo welche Unterseite zu finden ist. Dein Besucher weiß es nicht. Denk daran, wenn du dein Menü erstellst.

Ansprechend und stimmig

Dein Design ist in großen Teilen abhängig von den ersten beiden Punkten „Passend zur Erwartung der Besucher“ und „Schlank und clean„. Es fehlt aber noch eine Zutat für das Design, nach dem du suchst.

Es muss den Besucher mindestens daran hindern, folgende Adjektive zu benutzen, wenn er dein Design beschreibt:

  • billig
  • unprofessionell
  • unstimmig
  • Hässlich

Wie so oft ist es erstmal nicht entscheidend, das schnellste Pferd im Stall zu sein. Kümmere dich lieber darum, nicht das langsamste zu sein. Wir haben in einigen Beiträgen auf dem Blog bereits ausführlich gezeigt, wie du ein stimmiges, gut aussehendes Design entwickelst.

Die Prinzipien sind easy. Du musst kein Grafik-Designer sein, um ein solides Design zu bekommen. Passenderweise haben wir seit einiger Zeit zum Thema Design eine Übersicht vorbereitet, auf denen du alle wichtigen Inhalte findest.

Zu den Design-Basics

2. Professionalität

Wenn du mit deiner Website ernstgenommen werden möchtest, dann solltest du je nach Thema eine gewisse Seriösität signalisieren. Damit gibst du dem Besucher einige wichtige Infos, die die Bewertung deiner Seite beeinflussen.

Auch hier geht es weniger darum, hochprofessionell zu wirken, sondern mehr darum, nicht unprofessionell zu wirken. Verstehst du den Unterschied?

Seriöse Aussagen

Der Grund, warum dieses Signal so stark ist, ist einfach erklärt. Leute, die nicht seriös oder vertrauenswürdig sind, werden es schwer haben Professionalität zu signalisieren.

Sie werden immer wieder dazu neigen, in Überschriften leere Versprechungen zu machen, die sie im Nachhinein nicht halten können. Besonders der geliebte Internet Marketing-Bereich bringt mehr schwarze als weiße Schafe hervor.

Jeder kennt die Webseiten, die einem versprechen in kürzester Zeit reich zu werden, wenn man nur in den  1297€ -Kurs „investiert“, oder?

Widerstehe der Versuchung, Überschriften im BuzzFeed oder BILD-Style zu verwenden. Es gibt genug andere Methoden, verführerische Überschriften zu schreiben. Walter Epp hat dazu einen sehr passenden Artikel geschrieben

Professionelles Bildmaterialauch von dir

Eine gute Möglichkeit, „seriös“ und „professionell“ zu signalisieren ist der Einsatz hochwertiger Fotos und Grafiken. Diese können an vielen Orten und Situationen Sinn machen. Hier ein paar Beispiele:

  • ein hochwertiges Foto von dir auf der Startseite
  • hochwertige Artikelbilder
  • Infografiken, die beeindrucken
  • Professionell designte PDF’s

Auch hier gilt: Versuche nicht, das Rad neu zu erfinden. Halte dich an die folgenden Punkte und du stehst besser da, als die meisten anderen.

  • Lass einen Fotografen die Fotos für deine Startseite machen. Kein Foto auf der Startseite ist besser als eines mit niedriger Qualität.
  • Passe die Größe von Grafiken in deinen Artikeln perfekt auf deine Content-Breite an
  • Halte einen Standard an Qualität konstant über lange Zeit. Veröffentliche nicht einmal etwas mit perfektem Design, wenn du es danach nicht auf dem Niveau halten kannst.

Fehlerfreie Texte

Wenn du bis hierhin aufmerksam gelesen hast, ist dir eines aufgefallen. Es geht nicht immer darum, Dinge richtig zu machen. Oft ist es effektiver und schneller, ein komplettes Versagen durch grobe Fehler zu vermeiden.

Denn oft sehen wir, dass ein ansonsten solides Branding oder Design durch starke negative Signale unbrauchbar gemacht wird. Versuche nicht direkt, Weltmeister zu werden. Versuche erstmal, nicht in die dritte Liga abzusteigen.

Und fehlerfreie Texte sind genau das. Rechtschreibfehler sind der schnellste Weg, das Vertrauen deiner Besucher zu verspielen. Wie ernst meint es jemand, der es nicht einmal schafft, in seinen Texten die Rechtschreibung und Grammatik sauber zu halten?

Wenn du ein Problem mit Rechtschreibung hast ist das okay. Es ist nicht dein Job, eine perfekte Rechtschreibung zu haben. Es ist aber sehr wohl dein Job, dafür zu sorgen, dass deine Veröffentlichungen eine perfekte Rechtschreibung haben.

Wenn es nicht dein Ding ist (und auch, wenn es das ist..), finde jemanden, der Korrektur lesen kann. Finde die beste Person, die du finden kannst und lass sie deine Texte nochmal durchgehen. 4 Augen sehen mehr als 2.

3. Struktur der Inhalte

[bctt tweet=“Wie leicht haben es neue Besucher auf deiner Seite, sich zurecht zu finden?“]

Das ist ein wichtiger Vertrauensfaktor für deine Besucher. Und ein häufiger Fehler. Ich glaube, dass es einer der schwierigsten Faktoren sein kann.

Ein solides Design ist einfach, wenn du dich an die Regeln hältst. Perfekte Rechtschreibung ist ein Must-Have und wenn du selbst nicht fotografieren kannst, dann kannst du einen Fotografen bezahlen.

Aber gut strukturierte Inhalte?

Logische Seitenstruktur, durchdachte Führung

Warum ist eine logische Seitenstruktur wichtig?

Du möchtest, dass deine Besucher sich auf deiner Website in Sekunden zurechtfinden. Sie sollen nicht endlos herumscrollen, bis sie den gewünschten Artikel oder Menüpunkt endlich gefunden haben.

Aus diesem Grund ist es wichtig, deine Besucher an die Hand zu nehmen und herumzuführen. Und das kannst du ganz einfach mit einem strukturierten Design erledigen. Der wichtigste Anhaltspunkt sind die klickbaren Elemente.

[bctt tweet=“Wie viele Auswahlmöglichkeiten haben deine Besucher in Menü und Sidebar?“]

Das Ziel sollte sein: So wenig wie möglich aber so viel wie nötig. Und nötig sind nur die Punkte, ohne die dein Menü nicht funktionieren würde. Denn mit jedem weiteren Menüpunkt werden die bisherigen alle in ihrer Wichtigkeit geschwächt.

Wo soll ich denn nun hinklicken als Besucher?

Aber ich will es nicht zu abstrakt machen, deshalb hier ein weniger gutes und zwei gute Beispiele, an denen du dich orientieren kannst.

Wie du deine Besucher überforderst

Stell dir vor, du hast mit einer großen Ausdauer und gleichbleibender Qualität einen großen Blog in deiner Nische aufgebaut. Du bekommst im Monat ungefähr eine Viertelmillion(!) Besucher. Kurz gesagt: Du bist eine Macht in deinem Themengebiet.

Die Leute besuchen deine Website allein wegen der Reputation und kommen mit einer hohen Erwartung. Und dann landen sie auf deiner Startseite und sind erschlagen. All die positive Erwartung wird dadurch aufgebraucht, dass ich erstmal minutenlang suchen muss, was es hier eigentlich alles gibt.

Es ist einfach unübersichtlich und das zwingt mich dazu, wegzuklicken, wenn ich nicht gerade nachts vor dem Rechner sitze und nichts besseres zu tun habe.

Genau das ist meine subjektive Erfahrung mit Selbstständig im Netz. Ich bin sicher du kennst die Seite. Und ich weiß, dass Peer massenweise hilfreiche Inhalte schreibt und vielen Leuten hilft. Umso wichtiger finde ich es, zu sagen, dass auch erfahrene Blogger nicht alles richtig machen.

Selbstständig-im-Netz
Je nach Interpretation findest du 4-5 Menüs und in diesen  Menüs schier unzählige Klick-Möglichkeiten.

Jeder deiner Besucher hat 100% Aufmerksamkeit. Stell dir vor, wieviel Aufmerksamkeit jede der Klick-Möglichkeiten bekommt, wenn sie alle fast gleichwertig sind. Nicht besonders viel, richtig?

Damit verliert Peer die Chance, seine Besucher dort hin zu leiten, wo er sie haben will. Oder noch wichtiger: Da hin, wo die Besucher selbst sein wollen.

Wie du dein Menü übersichtlich gestaltest

Und nun das Gegenbeispiel aus der deutschen Szene: Der Affenblog von Vladislav Melnik.

Online-Marketing-Blog---affenblog

 

Findest du einen Menüpunkt, der nicht unbedingt dort sein sollte, wo er ist? Ich nicht. Und so sollte es sein. Der Besucher hat keine Probleme dort hin zu finden, wo er hin will.

Zugegeben: Es kann in vielen Fällen Sinn machen, ein so großes Thema wie Online Marketing oder in Vladis Fall „Blog Business“ in Unterpunkte aufzuteilen. Und das ist es, was bei vielen Bloggern dazu führt, die Menüs so vollzustopfen. Ich kenne das. Und ich spüre den Drang auch manchmal.

[bctt tweet=“Du willst nicht, dass deine Besucher etwas von deiner Arbeit verpassen, richtig?“]

Aber es gibt andere Möglichkeiten. Zwei möchte ich dir zeigen. Und zwar zuerst die von Vladi und danach eine, die auch mit vollerem Menü trotzdem nicht unübersichtlich wird.

Cornerstone-Links-Affenblog

Cornerstone-Content

Lass dich nicht von dem Begriff beeindrucken. Ich habe ihn vom erfolgreichen US-Blog Copyblogger geborgt und auch Vladi (Affenblog) macht sich das Prinzip zu Nutze.

Im Prinzip gibt es dir und deinem Leser eine tolle Möglichkeit der Strukturierung deiner Inhalte.

„Cornerstone“ bedeutet im Deutschen soviel wie „Eckpfeiler“. Und dein Cornerstone-Content sind deine Hauptthemen, die du behandelst. In Vladis Beispiel (rechts) sind es Überschriften, Werbetexten und mehr.

Wenn du nun auf diese Links klickst, kommst du auf eine Übersichts-Seite mit allen relevanten Artikel zu genau diesem Thema.

So wie bei uns auch. Erinnerst du dich an die Design-Basics, die ich eben erwähnt habe?

Das ist genau so eine Cornerstone-Seite.

So hast du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn diese Cornerstone-Seiten…

  • Sind starke Kandidaten für einen Backlink von außen
  • Bieten dir und deinen Lesern eine gute Übersicht
  • Sind tolle Möglichkeiten um Mehrwert zu bündeln
  • Können zum Einsammeln von Email-Adressen genutzt werden
  • Sind einfach unheimlich praktisch!

Cornerstone Links in der Sidebar sind gute Methode, um dein Menü clean und übersichtlich zu halten und trotzdem deinen Besuchern zu zeigen, was du alles zu bieten hast auf deiner Seite.

Noch eine Methode…

Wenn du deine Sidebar aus irgendeinem Grund freihalten möchtest, oder einfach mehr auf Menüs stehst, gibt es auch für dich eine gute Lösung.

Das Problem mit größer werdenden Menüs ist nämlich, dass es immer schwieriger wird, eine sinnvolle Aufteilung vorzunehmen. Vielleicht teilst du dein Oberthema in andere Unterthemen auf, als es dein Besucher tun würde?

Und so passieren dann Missverständnisse oder dein Besucher hat das Gefühl es fehlt etwas. Oder vielleicht verliert er sogar Vertrauen in dich, weil er nicht das Gefühl hat, dass du weißt wovon du redest.

Es geht nicht darum, wer mehr Recht hat. Es geht darum, dass du als Blogger oder Website-Betreiber davon profitierst, wenn deine Besucher sich zurechtfinden und das Gefühl haben, du denkst wie sie.

Der Punkt ist also: Du musst dein Menü so universal wie möglich halten. Nutze Aufteilungen, an denen eigentlich keiner zweifeln kann.

Hier das Beispiel Jolly & Luke, wo Susanne mit der Aufteilung in Reisen, Kochen und Fotografie einen super Job macht:

JollyandLuke travel-food-photography

 

Und im zweiten Beispiel Smart Passive Income mit unzähligen Unterthemen und sogar 2 Menüs aber dennoch übersichtlicher Struktur wie ich finde:

Informationsstruktur-Smart-Passive-Income

 

Erkennst du den Unterschied zu Selbstständig im Netz oder anderen Beispielen, wo du dich irgendwie verloren fühlst?

Kategorien vermischen sich nicht, wiederholen sich nicht und geben dir das Gefühl, zu wissen wo du hinklicken kannst und was dich dahinter erwartet.

Das Thema ist wichtig und ein wenig sperrig. Bestimmt hast du noch ein paar spezielle Fragen zu deiner eigenen Website.

Stelle deine Fragen in den Kommentaren.

Zu wissen, was sich hinter einem Link verbirgt bringt mich zum nächsten wichtigen Punkt:

Liefere immer, was erwartet wird – oder mehr

Hinter einem Link sollte sich nie etwas anderes verbergen als der Besucher erwartet. Auch nicht viel weniger als er erwartet. Sei also sparsam mit Superlativen in deiner Überschrift, wenn deine „Checkliste“ eigentlich nur mittelmäßig ist.

Besonders entscheidend ist es auch für die Links in deinen Menüs. Lässt der Menüpunkt ein bestimmtes Ziel bereits vermuten? Und wenn ja – führt der Link dann auch genau da hin?

Wenn ja – gut. Damit sicherst du dir Vertrauen.

Wenn nein – sehr schlecht. Denn damit zeigst du in Sekunden, dass du nicht so denkst wie dein Besucher. Und wie soll er dir dann noch vertrauen?

Positive Überraschungen

Eine gute Möglichkeit mit den Erwartungen zu spielen ist, einfach einen draufzusetzen. Das heißt nicht, dass du deine besten Inhalte als mittelmäßig ankündigen sollst. Es heißt eher so viel wie: Versprich, dass du ein Problem löst – löse es – und liefere eine praktische kleine Checkliste am ende einfach so mit.

Unangekündigt.

Jeder freut sich über coole Überraschungen, die hilfreich sind. Sorge aber dafür, dass es nicht irgendein Quatsch ist. Der Nutzen muss absolut klar sein.

Hohe Usability ist entscheidend

Abschließend kannst du dir eine Frage stellen: Wie gut und bequem ist meine Website benutzbar?

Da fließen alle Themen hinein, die wir besprochen haben.

  • Funktionieren alle Links?
  • Ist die Seite übersichtlich?
  • Lesen sich die Texte vernünftig?

Und natürlich noch weitere wie beispielsweise die Ladegeschwindigkeit.

Um eine hohe Usability zu erreichen, musst du dich in den Kopf deiner Leser hineinversetzen. Versuche dich aus deinem Blickwinkel auszuklinken. Ein guter Tipp ist, sich andere Websites anzuschauen.

  • Wie sind die Inhalte strukturiert?
  • Was nervt dich selbst, wenn du die Seite benutzt?
  • Was gefällt dir vielleicht richtig gut?

Du musst das Rad nicht neu erfinden. Keep it simple!

4. Fokus der Inhalte

Stell dir mal vor, du blätterst einen Atlas durch. Oder kennst du nur noch Google Maps? 😉

Du kommst auf Europa, Asien und bleibst schließlich auf Südostasien hängen. Was für eine schöne Gegend, oder? Auf der nächsten Seite erhoffst du dir dein Lieblings-Urlaubsziel, Thailand.

Du blätterst um und siehst eine doppelseitige Abbildung von einem mattschwarzen Audi R8, Baujahr 2015.

Hä?

Ganz genau dieses Gefühl habe ich, wenn ich viele Websites sehe. Oft ist gar nicht klar, was überhaupt das Thema ist. Also schaue ich ins Menü um mir ein Bild zu machen und sehe Menüpunkte, die nicht zusammenpassen. Wie ein Atlas, in dem auf Seite 346 ein Bild von einem Supersportwagen ist.

[bctt tweet=“Themenfokus ist die Lösung, damit deinen Besuchern Verwirrung erspart bleibt.“]

Themenfokus ist für mich immer noch eine anspruchsvolle Aufgabe. Ich weiß, wie schwierig es ist, sein spezielles Thema zu finden und konstant zu verfolgen. Das hier sind meine Ideen dazu.

Erzähle mir in den Kommentaren von deinen Erfahrungen und Tipps!

Fokusthema deutlich zeigen

Der erste Schritt ist, auf deiner Website so schnell wie möglich klar zu machen, worum es geht. Das ist wichtig und auf verschiedene Arten schnell gelöst:

  1. Claim
  2. Titelbild
  3. Markenbekanntheit
  4. Name der Website/Domain

Nutze die Mittel, die du hast um deinem Besucher so klar wie möglich zu machen, was ihn auf deiner Seite erwartet. Auch hier ein paar Beispiele von Websites, die das richtig gut machen.

Lewis Howes zeigt dir, wie du mit dem was du liebst deinen Lebensunterhalt bestreitest:
Lewis-Howes-Screenshot

 

Quicksprout hilft dir, deinen Traffic zu steigern:
Quicksprout

 

Nur Inhalte zum Fokusthema

Jeder, der regelmäßig Inhalte veröffentlicht, muss sich über passende Themen Gedanken machen. Man will ja schließlich immer was neues bieten, oder?

Das steht aber häufig in Konflikt mit der Notwendigkeit für so einen Artikel. Was bedeutet das?

Anstatt immer neue Themen auszugraben, die vielleicht cool sein könnten, beleuchte die Prinzipien, die du transportieren willst immer von einer neuen Seite. So bleibst du deinen Kernthemen treu und dennoch bekommen deine Leser immer neue Artikel zu sehen.

Genau das machen Vladi und Co. auf dem Affenblog und es klappt ganz offensichtlich. Er hat unzählige Artikel darüber, wie man gute Überschriften schreibt und dennoch liefert jeder einen etwas anderen Blickwinkel oder eine andere Story dazu.

Dauerhafte Konsequenz

Egal ob Unternehmen, Blog oder sonst eine Website – wenn du Vertrauen aufbauen willst, dann kostet das Zeit. Stell es dir vor, als würdest du einen Baum abholzen wollen und deine Kettensäge ist kaputt. Alles was du hast ist eine stumpfe Axt.

Also musst du immer wieder in die selbe Kerbe hauen, damit du den Baum fällst. Und so ähnlich kannst du es mit dir mit deinem Besucher vorstellen. Wenn du oft und schnell genug starke Vertrauens-Signale sendest, wird er irgendwann Vertrauen in dich und deine Website haben.

Das bezieht sich vor allem auf die ersten Minuten und Sekunden auf deiner Seite. Sobald du diese Hürde überstanden hast, ohne dass der Besucher abspringt hast du die Chance auf langfristiges Vertrauen aufzubauen.

5. Social Proof

Klären wir erstmal den Begriff Social Proof. Es ist ein professionell klingendes Wort für Mund-zu-Mund-Propaganda in der heutigen Zeit.

Wo du früher von Freunden beim Kaffeeklatsch gehört hast, dass der neue Friseur um die Ecke die beste Dauerwelle macht, siehst du heute auf Facebook, welche Friseursalons deine Freunde besuchen und liken.

Hohe Like- und Followerzahlen auf Facebook, YouTube, Google+ und co. geben deinem neuen Besucher ein Signal.

[bctt tweet=“Tausende andere folgen dieser Seite. So schlecht kann sie ja nicht sein, oder?“]

Und so funktioniert es auch in die andere Richtung, wenn du nur 120 Facebook-Fans hast.

„Die Seite sieht ganz gut aus, aber warum hat sie erst 120 Likes? Da muss was faul sein…“

Hast du das Prinzip verstanden?

Testimonials

Es müssen nicht immer Facebook-Likes sein, die Social Proof liefern. Testimonials sind Meinungen deiner Besucher, Kunden oder Abonnenten zu dem, was du bietest. Und natürlich kannst und solltest du Testimonials an passenden Stellen einbinden. Wie dieses Beispiel von der Sales-Page des Smart Podcast Player von Pat Flynn.

Testimonial-Smart-Podcast-Player

Beachte bei deinen Testimonials, dass sie davon leben, echt zu sein. Je authentischer das Testimonial, desto mehr bringt es. Und auch hier lohnt es sich, über die Grenzen von Text zu gehen. Wieso nicht ein Video-Testimonial mit echten Kunden?

Bekannt aus..,+

Größere Blogs zeigen es oft direkt auf der Startseite. Diese Leiste, wo du sehen kannst, in welchen großen und bekannten Medien sie erwähnt wurden oder Gastartikel veröffentlicht haben.

Das schafft Vertrauen. Hier ein Beispiel von der Blogging University von Ben Paul:

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Hohe Follower-/Abonnentenzahlen

Es ist interessant. Wenn man über Social Media Followerzahlen im Kontext von Vertrauen spricht, taucht immer wieder eine Frage auf.

Sollte man Followerzahlen zeigen, wenn sie extrem niedrig sind?

Und fast immer kommt eine von zwei Antworten:

  1. „Ich zeige sie nicht und versuche an anderer Stelle (meistens unbeholfen) Vertrauen zu signalisieren.“
  2. „Ich will so transparent wie möglich mit seinen Lesern sein und zeige auch kleine Zahlen. Schließlich bin ich stolz auf meine Community, auch wenn sie noch klein ist!“

Auch wenn die zweite Antwort sicher moralisch wertvoller ist, solltest du eines beachten:

Es ist und bleibt ein negatives Signal, wenn du kleine Followerzahlen hast. Es immer eine von zwei Sachen:

  1. Die Inhalte und der Service überzeugen nicht, also gibt es kaum Likes
  2. Die Website ist noch so neu, dass es noch nicht viele Likes gibt

Beides ist kein Fall, der Vertrauen verursachen sollte. Also hier meine ganz klare Empfehlung:

Wenn deine Followerzahlen niedrig sind, zeige sie nicht. Du arbeitest hart an vielen Positiv-Signalen und ein Negativ-Signal kann dich bereits Vertrauen kosten.

Nun haben wir knapp über 200 Facebook-Fans und zeigen trotzdem unsere Facebook-Like-Box in der Sidebar relativ weit oben.

Der Grund dafür ist einfach, dass es die einfachste und bestaussehende Methode ist, neue Likes zu sammeln. Dafür nehmen wir bewusst das Negativ-Signal in Kauf.

Fazit

Deine Website sendet Signale. Ob du willst oder nicht.

Manche Negativ-Faktoren mögen dich stören oder dir wie „Intransparenz“ vorkommen. Andere Positiv-Faktoren hast du vielleicht noch nie bedacht.

Du kennst nun die 5 stärksten Faktoren, die das Vertrauen deiner Besucher beeinflussen und weißt, welche Signale unter welchen Faktor fallen.

Hier nochmal die Übersicht der 5 Faktoren:

  1. Design
  2. Professionalität
  3. Struktur der Inhalte
  4. Fokus der Inhalte
  5. Social Proof

Das Ergebnis der Facebook-Umfrage:

Umfrage-Facebook

 

 

Jetzt bleibt nur noch eine Entscheidung zu treffen.

Lässt du zufällige Signale auf deine Besucher los oder verdienst du dir deren Vertrauen?

Über den Autor

Dennis Schrader

Dennis Schrader

Hi ich bin Dennis. Ich bin auf LBN dafür zuständig, dich mit Mehrwert zu bombardieren und dir zu zeigen, wie du das auch mit deinen Lesern machen kannst. Leser sollen zu Fans werden! Schreib mir auf Twitter wie ich mich mache! Hier unten Rechts ist der Link. Keine Faulheit, bitte!

11 Kommentare

  • Hey Dennis,

    ich finde ja, dass auch das Datum zu den vertrauensbildenden Maßnahmen gehört 😜
    Man will ja nicht auf einen jahrealten Text hereinfallen, wenn man zufällig irgendwo reinschneit 😰

    • Hi Sven,

      ich finde auch, da kommt es ein wenig auf die Art des Artikels an. Das Vertrauen wird eventuell dann weniger, wenn du merkst, dass der letzte Artikel vor Monaten veröffentlicht wurde. Sieht halt so aus, als würde nichts mehr passieren.

      Aber bei Inhalten versuche ich, so zu schreiben, dass die Texte auch nach Monaten und Jahren noch hilfreich sind. In dem Kontext ist das Datum dann egal.

      Aber ich weiß was du meinst, glaube ich.

      Liebe Grüße
      Dennis

  • Hallo Dennis,

    wieder ein Artikel prall gefüllt mit Mehrwert. Ja, das Thema volle Sidebar kenne ich auch und bemühe mich immer mehr, es besser zu strukturieren… es ist ein Prozess 🙂 hat auch was mit loslassen zu tun, was mir immer schwer fällt. 🙂
    Übrigens finde ich nicht, dass das Datum wichtig ist, Sven. Wenn der Inhalt mir weiter hilft, ist es wurscht, wie alt er ist. Ich beschäftige mich dann eh tiefer mit dem Thema und werde noch weitere Meinungen/Fakten finden.
    Dennis, warum habt ihr Euch auf LBN von Disqus getrennt? Bin ein wenig irritiert, weil ich durch Eure Empfehlung darauf umgestiegen bin… 🙂
    Und noch eine Anmerkung: In zwei Tweetkästen habe ich Fehler entdeckt… „Tausende andere haben folgen…“ und „Gib dem Besucher so wenig Signale…“, da stimmt das Ende irgendwie nicht…

    Danke für den wertvollen Beitrag!

    Liebe Grüße
    Hans-Jürgen

    • Hi HJ, danke erstmal für die netten Worte mal wieder.

      Lass dich nicht verunsichern wegen Disqus. Der Grund für die Trennung waren sehr spezielle für mich. Ich will den Blog so schlank wie möglich halten und alles rauswerfen, was nicht unbedingt nötig ist.

      Außerdem gefällt mir der Kommentarbereich von unserem Theme in natura irgendwie besser als mit Disqus. Das Tool an sich ist immernoch genauso cool und tut seinen Job.

      Wechsle jetzt also nicht zurück, wenn du nicht selbst die Entscheidung triffst.

      Danke für die Hinweise! Learning daraus: Auch mit Korrekturleser sollte man nicht mitten in der Nacht veröffentlichen und vorher noch rumbasteln. 😀

      Grüße nach Deutschland!
      Dennis

      • Danke für die Erklärung! Ich werde erstmal bei Disqus bleiben, weniger Moderation notwendig und Infos per E-Mail, das gefällt mir daran… Auch wenn Sven Meyers Meinung mich unsicher macht 🙂

        Liebe Grüße nach Seoul!

  • Hallo Dennis,

    oh ja – bzgl. Selbstständig im Netz (und den beiden Ablegern Affiliate Marketing Tipps und Blogprojekt) kann ich dir aus vollem Herzen zustimmen. Mich persönlich nervt am meisten, dass die Darstellung auf dem Handy manchmal nicht richtig klappt, wenn die Bilder zu groß sind.

    Bei deinem ersten „Klick um zu retweeten“ wird der Text bei mir nach dem „um dahin zu steuern, wo“ zuerstückelt angezeigt. Es wird auch zerstückelt zum Tweeten übernommen. Geht das nur mir so?

    Übrigens: Total cool, dass Ihr von Disqus weg seid. Ich fand es schon immer krass, mit den Kommentaren ein Herzstück des Blogs aus der Hand zu geben.

    Viele Grüße
    Sven

    • Hi Sven,

      die mobile Version kenne ich gar nicht – aber ja. Ich finde es ein wenig schade für eine Seite, die so vielen Menschen hilft und viele gute Inhalte parat hat.

      Danke auch dir – haben wir inzwischen behoben 🙂

      Haha, wie lustig die verschiedenen Reaktionen darauf sind. So wirklich aus der Hand gegeben haben wir ja nichts – war nur ein anderes System. 🙂

      Ich glaube viele freuen sich, weil sie jetzt ihre Website mit eintragen können. Mal sehen, wie sich das auf die Kommentare auswirkt! 🙂

      Liebe Grüße nach Bremen!
      Dennis

  • Hallo Dennis,
    ich bin schon ein paar Male hier im Blog gewesen und finde deine Inhalte recht interessant und hilfreich. Der Artikel hat mir gefallen und so kann ich es mir vorstellen, auf meinem Hauptblog etwas umzustellen, denn das Menü ist schon etwas aufgequollen. Da könnte man diese Links auch gut in der Sidebar unterbringen. Das lässt sich alles machen wie ich denke.

    Zudem strebe ich auch an, dass meine Stammleser Vertrauen in mein Stammblog haben und ich habe Stammleser auf Internetblogger.de. Mal sehen, welche Tipps ich von dir umsetzen kann. Luft nach oben ist doch bei sich manchmal vorhanden und so wird man an einigen Sachen arbeiten können.

    Übrigens ist heute mein Kommentier-Samstag und ich verlinke dich heute im Sinne der gegenseitigen Vernetzung unter den Bloggern 😉

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